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Wasserdichtes Handy ohne Hülle - Liquipel

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Mit einer Nanobeschichtung will das junge Unternehmen Liquipel elektronische Geräte wasserdicht machen. Dabei wird das gesamte Gerät inklusive Elektronik versiegelt, was mit Smartphones schon möglich ist.

Die iPhones, die Liquipel in Las Vegas in den Dauerregen an seinem Stand stellt, sind nicht ganz dicht. Und trotzdem überleben die Geräte sogar minutenlanges Untertauchen in einem Wasserbecke
Möglich macht das eine Nanobeschichtung, mit der alle Oberflächen der Telefone versehen werden. Dazu werden die Geräte in einer Vakuumkammer erst von sämtlichen Gasen befreit, anschliessend wird in die Kammer Dampf mit dem Beschichtungsmittel eingeleitet. Der soll sich so fein verteilen, dass auch jeder Winkel der Elektronik im Inneren anschließend beschichtet ist. Kurzschlüsse sind so unmöglich, Kontaktflächen wie die von Akku und Headset-Buchse behalten ihre Leitfähigkeit durch die Beschichtung hindurch.

Mit dem Überzug sind dann prinzipbedingt aber auch alle beweglichen Teile wie die Membranen von Mikrofonen und Lautsprechern eines Smartphones versehen. Laut Liquipel haben eigene Tests und Versuche bei den Herstellern dieser Komponenten ergeben, dass dadurch keine Verschlechterung der Tonqualität entsteht.

Auch bei viel Feinmechanik wie einer Digitalkamera soll es keine Einschränkungen geben. Mit Festplatten, die ihrerseits im Inneren über eine Reinräumen ähnliche Atmosphäre verfügen, hat Liquipel seine Technik aber noch nicht ausprobiert.

Die bisher beschichteten Geräte sind nach der Behandlung zwar nicht in dem Sinne wasserdicht, dass keine Flüssigkeit mehr in sie dringen könnte. Die soll den Smartphones aber auch langfristig nicht schaden, wenn sie anschließend Zeit zum Trocknen haben. Die iPhones, die das kalifornische Unternehmen auf der CES nach eigenen Angaben während fünf Tagen neun Stunden beregnet hat, funktionieren alle noch.
Für einige Smartphones wie iPhones der Serien 3 und 4 sowie manche HTC-Modelle bietet Liquipel die Beschichtung auch schon an - allerdings bisher nur für Geräte, die an US-Adressen zurückgeschickt werden. Die Bearbeitung des Handys selbst kostet 59 US-Dollar. An einem internationalen Angebot wird derzeit gearbeitet, lieber wäre dem Unternehmen aber, es könnte seine Technik den Geräteherstellern direkt als Lizenz verkaufen...

Quelle und mehr: www.golem.de